1.Herren
HSG St.Leon/Reilingen – SG Nußloch 27 : 34 (14:16)
Nach dem Auftakterfolg letzte Woche legen die Squirrels beim ersten Auswärts-Auftritt nach und besiegen die HSG St. Leon-Reilingen auch in der Höhe verdient mit 27:34 (14:16). Auffällig waren die vielen Parallelen zur ersten Partie in Bezug auf taktische Ausrichtung, Torschützen und Spielverlauf. In Summe stehen zwei Siege zu buche, weswegen man von einem sehr guten Saisonstart sprechen kann.
Der Start vor guter Kulisse, ein Großteil davon aus Nußloch, gehörte ganz klar den Gästen. Die Abwehr um Torhüter Max Höchst stand stabil und das Tempospiel funktionierte gleich recht gut. Der Lohn war eine 1:4 Führung, wobei man bereits zu diesem Zeitpunkt schon etliche 100%tige hatte liegen lassen. Auf Seiten der HSG waren es vor allem die beiden Halbspieler Netscher (9/2 Tore) und Born (9), welche Ihre Farben im Spiel hielten. Hier die erste Parallele zum Spiel gegen Friedrichsfeld: Die SGN schaffte es nicht, die Kreise der beiden Kanoniere einzudämmen. Dafür hatte man in den eigenen Reihen eine breite Palette an Torschützen entgegenzusetzen, allein acht Spieler der Gäste konnten zwei oder mehr Treffer erzielen. Ein Fakt, der für einen ausgewogenen Kader spricht. Beim 4:9 nach etwas mehr als dreizehn Minuten sah es nach einem Kantersieg aus, leider mischte sich nun der Schlendrian unter die blutjunge Mannschaft. Vier Treffer für die Spielgemeinschaft aus St. Leon und Reilingen in Serie, beim 8:9 war der Spielstand wieder fast ausgeglichen. Dies änderte sich auch nicht mehr großartig bis zum Halbzeitpfiff. Die zumindest gefühlte Überlegenheit machte sich auf der Anzeigetafel nur bedingt bemerkbar, wobei man bei Parallel zwei zur Vorwoche war.
In der Kabine war der Kontext recht schnell klar. Tempo hochhalten, die deutlich breitere Bank gewinnbringend einsetzen und den ersten Auswärtssieg einfahren. Somit wäre man bei der dritten und eindeutig wichtigsten Parallele: Die Mannschaft hört zu, vertraut auf die Vorgaben und kann diese auch recht gut auf die Platte bringen. Zwar glich die HSG unmittelbar nach Wiederanpfiff des souveränen Schiedsrichters Nietze aus (12:12), im Anschluss waren aber die Squirrels am Zug. 12:14, 14:18 und 21:24, die Führung lag ausschließlich bei der SGN. Nach dem 21:25 und einer eigenen Auszeit legte man noch zwei Treffer nach (21:27, 50 Spielminute), spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Messe gelesen. Die letzten zehn Minuten versuchten die Gastgeber mittels Manndeckung nochmal taktisch einzugreifen, die SG ließen sich davon aber nur wenig beeindrucken und gewannen die Partie letztendlich verdient mit 27:34.
Zweites Spiel, zweiter Sieg. Obwohl in fast allen Bereichen noch Luft nach oben ist, ließ sich schon erkennen, mit welchem Spielstiel die SGN wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren will. Der breite Kader und die hohe Lernbereitschaft sind mit Sicherheit zwei starke Argumente, um in der Liga oben mitzuspielen.
Es spielten:Sven Sitter, Max Höchst, Dominik Ent; Maik Mößner(2), Lukas Förch(6/3), Jakob Weis(3), Timo Kretz(7/5), Noah Schneider(1), Tim Lazarus(3), Marcel Feldpausch, Tim Homma(1), Luis Heger(1), Arne Schmidt(4), Tom Wittmann(3), Julian Belt(3)
Vorschau:
Nach einer Pause kommt es in zwei Wochen bereits zu einem ersten kleinen “Spitzenspiel“. Mit dem TSV Viernheim 2, von vielen als Top Favorit auf die Meisterschaft gehandelt, kommt ein richtiger Gradmesser auf die Squirrels zu. Gegen die mit vielen Oberligaerfahrenen Zweivertretung werden 40 gute Minuten nicht ausreichen, nur mit 100% über die komplette Spielzeit kann aus sehr gut dann herausragend werden. Dazu braucht die junge Mannschaft möglichst viel Unterstützung von den Rängen, was neben den spielerischen Parallelen ebenfalls sehr positiv zu bewerten ist: Die Unterstützung der Fans ist absolut da, gerne auch gegen Viernheim. Das Spiel findet am Sonntag, den 11.10. um 17.00 Uhr in der Olympiahalle statt.