1.Herren
SG Nußloch – TV Sinsheim 47:19 (22:9)
Nachdem es vergangene Woche den ersten Minuspunkt für die Squirrels gab, meldeten sich diese mit einem nie zu erwartenden Kantersieg gegen den TV Sinsheim mehr als eindrucksvoll zurück. Von der ersten bis zur letzten Minute passte bei den Hausherren alles – starker Rückhalt vom Torsteher, kompakte Defensive, enormes Tempo und reichlich Spielwitz an vorderster Stelle. Die Gäste hatten dem wenig bis gar nichts entgegenzusetzen und mussten somit nach mehr als anderthalb Jahren mal wieder eine Niederlage einstecken.
Der Respekt vorm Aufsteiger aus Sinsheim war groß, zudem musste man aufgrund des verzerrten Spielplans auf eine Gegneranalyse nahezu komplett verzichten. Vorgabe: Voller Fokus auf das eigene Spiel, und genau das funktionierte ab Sekunde eins herausragend. Sven Sitter, der einen Sahne Tag trotz vorangegangener Sahn-Nacht erwischte und völlig zurecht als MVP auserkoren wurde, hielt gleich mal den ersten von insgesamt vier Strafwürfen. Vorne rollten seine Kollegen in D-Zug Manier übers Feld, nach dem 1:1 folgten vier Einschläge in Serie (5:1). Der TV konnte zwar nochmal auf 6:3 anschließen, wurde dann aber komplett vom Parkett gefegt. 10:3 nach knapp 15 Minuten und 14:6 nach etwas mehr 20zig, das Spiel schien recht früh entschieden zu sein. Eine vermutlich überfällige Auszeit seitens der Gäste musste zwingend her. Diese verpuffte allerdings völlig, unsere Mannschaft hielt trotz einiger Wechsel den Matchplan konsequent ein und war über alle Mannschaftsteile gefährlich. Beim 19:9 hatten die Squirrels erstmals den zehn Tore Abstand hergestellt, beim 21:9 durch den bärenstarken Maik Mößner waren es deren zwölf. Kurz vor dem Seitenwechsel des sehr guten Schiedsrichters Karmann funktionierte sogar noch einer der Spezialspielzüge mitsamt Kempa Tor durch Tom Zauritz. Die berühmte Kirsche auf der Torte zum 22:9.
Der sehr zahlreiche Anhang war hochzufrieden, die junge Truppe der SGN wurde entsprechend begeisternd in die Kabine verabschiedet. In dieser wurde, wie dies bei deutlichen Spielständen zur Pause üblich ist, auf die klassischen Phrasen zurückgegriffen (das Spiel geht bei 0:0 los, es ist noch nichts entschieden). Entgegen unzähligen Negativbeispielen der vergangenen Jahrzehnte wirbelten die Mannen um Kapitän Lukas Förch genau so weiter, wie sie aufgehört hatten. Keine Spur von Nachlassen oder Unkonzentriertheit, eine Eigenschaft, die noch wichtig werden könnte. Es lief wie am Schnürchen. Die Folge: Nach exakt 42.01 Spielminuten war ein zwanzig!!! Tore Vorsprung herausgespielt Zum Leidwesen der Gäste hörte man aber auch danach nicht auf, nahezu jedem Ballgewinn folge ein eigener Treffer. Oldie Marcel Feldpausch setzte den Schlusspunkt zum 47:19, ein Ergebnis, mit welchem keiner auch nur annähernd rechnen konnte.
Zugegebenermaßen hatte beim dritten Heimspiel der Squirrels alles, aber auch wirklich alles funktioniert. Vielleicht hatte man dieses “Spielglück“ aber auch erzwungen. Im Endeffekt egal, das Ergebnis kann man jetzt erstmal so stehen lassen. Positiv erwähnt werden darf noch, dass sich alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten und diese auch sehr gut verteilt waren.
Es spielten: S.Sitter, M.Höchst, D.Ent; M.Mößner(8), E.Gashaj(4), L.Förch(8) T.Lazarus(3), M. Feldpausch(3/1), T.Homma(4), L.Heger(1), A.Schmidt(3), T.Wittmann(4), J.Belt(2), T.Zauritz(3), A.Heid(4)
Vorschau
Allzulange darf man sich auf dem Erfolg aber nicht ausruhen, den bereits kommenden Sonntag steht die nächste schwere Herausforderung vor der Tür. Mit der Drittvertretung aus Rot Malsch wartet eine ungemein erfahrene Truppe auf die Squirrels, die an guten Tagen vor allem zuhause jedem Gegner gefährlich werden kann. Allerdings, und das darf man nach fünf gespielten Begegnungen durchaus sagen, braucht sich die SGN vor niemanden zu verstecken. Neben der Tatsache, dass es für zwei Spieler und den Trainer gegen den Ex- bzw. Heimatverein geht, wollen die Squirrels den Platz an der Sonne unter allen Umständen verteidigen. Einfach wird es nicht. Ein Zünglein an der Waage könnten die Fans werden, die bereits bei den vergangenen Auswärts-Auftritten für Heimspiel Atmosphäre gesorgt hatten. Also wieder Trommeln einpacken Stimme und die Jungs unterstützen. Anpfiff ist am kommenden Sonntag um 17.00 Uhr in der Reblandhalle Malsch.